Liebe Besucher,

unsere Schule besteht noch nicht Hunderte von Jahren wie zum Beispiel Rinzai und Sōtō, aber dennoch steht sie – auch wenn sie eine neue und westliche Zen-Schule darstellt, die keiner asiatischen Zen-Schule untersteht - auf den beiden Traditionen von Rinzai und Sōtō, aus denen sie sich entwickelt hat. Eine etwas ausführlichere Beschreibung als hier finden Sie auf dieser Homepage unter "Über die Zen-Schule des Westlichen Himmels".

Der Name dieser Schule bezieht sich einerseits auf den Westen unserer Welt, in dem die Schule entstand, andererseits aber vor allem auf den Tush ita-Himmel, in dem reine Wesen sich aufhalten, ebenso wie auch der kommende Buddha Maitreya, welcher der Überlieferung nach ebenso wie wir Europäer aus dem Westen stammen sowie blond und blauäugig von äußerer Erscheinung sein soll. Letzteres ist selbstverständlich nicht Bestandteil der Lehre des Buddha, sondern volkstümliche Erzählung. Maitreya – sein Name heißt "Der Liebende" – ist der Buddha, der bereits in uns lebt und auf unserem Weg des Erwachens nur noch von uns erkannt und verwirklicht werden muss. Diese Fähigkeit der spirituellen Entwicklung, der Entfaltung der Herzensgüte und des Erkennens der Wahrheit ist nicht nur Asiaten, sondern auch uns Menschen "unter dem Westlichen Himmel" – in diesem Fall  geografisch verstanden – gegeben. Yamada Rōshi, der Meister von Willigis Jäger Kyoun Rōshi, wünschte, dass sein Zen sich im Westen innerhalb unserer eigenen Kultur, die wir niemals achtlos wegwerfen und verleugnen sollen, frei und ungestört ausbreiten möge. Dies ist schon weitgehend geschehen und geschieht weiterhin zuverlässig. 

Mögen Sie, liebe Besucher, und alle Wesen glücklich sein!

 

Weihnachten 2015 - von Frau Sabine Hübner